Warum du andere nicht beurteilen solltest

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andere beurteilen

Urteile nicht über andere. Das ist eine alte Weisheit, die uns schon in unserer Kindheit mitgegeben wird. Sie ist absolut richtig. Nicht nur, weil man andere damit unfair behandelt. Sondern, weil man sich selber damit einschränkt. Was meine ich damit? Das kannst du hier lesen.

Urteile schränken dich ein

Es liegt in der Natur des Menschen Dinge oder eben auch Andere zu kategorisieren, in positive und negative Kategorien. Allerdings hat das auch Folgen für uns selbst. Wenn wir andere beurteilen, dann schränken wir uns selbst ein. Warum? Weil wir das Verhalten von demjenigen bewerten. Wenn wir das Verhalten als negativ ansehen projizieren wir das auch auf uns. Die Folge ist, dass wir diesem Verhalten aus dem Weg gehen und versuchen es zu vermeiden. Stell dir folgende Situation vor, um besser zu verstehen, was ich damit mein: Du hast viel Erfahrung in Sachen Fitness, weil du dich schon lange damit beschäftigst und bist oft im Fitnessstudio. Zusammen mit deinen Kumpels machst du dich über die Neuen lustig. Sie haben sich gerade im Fitnessstudio angemeldet und haben noch wenig Ahnung. Ihr lacht sie aus, weil sie Anfängerfehler machen und Übungen machen, die nichts bringen oder nur schlecht für sie geeignet sind. Wenn du jetzt etwas Neues ausprobierst, indem du noch keine Erfahrung hast, bist du auch ein Anfänger. Dadurch, dass du dich über Anfänger lustig gemacht hast, fängst du an dir darüber Gedanken zu machen, wer sich über dich lustig machen könnte. Du machst dir Gedanken, wie das aussieht was du machst und was andere über dich denken. Im schlimmsten Fall probierst du dann nichts Neues mehr aus. Denn du hast Angst, dass dich jemand auslacht. Alles nur, weil du über andere urteilst und von dir auf Andere schließt. Das soll man zwar auch nicht machen, aber sein wir mal ehrlich. Wer macht das nicht?! Der Mensch ist darauf programmiert und das ist nur schwer es ist nur schwer abzulegen.

Selbstsabotage

Das kann so weit gehen, dass man sich selbst sabotiert. Stell dir folgende Situation vor: Wenn du die Einstellung hast, dass reiche Menschen schlechte Menschen sind, weil sie jemanden über das Ohr gehauen haben oder auf andere illegale Weise an ihr Geld gelangt sind, kann das auch wieder auf dich zurück schlagen. Du hast einen gut bezahlten Job in Aussicht und  willst dich selbstständig machen aber im entscheidenden Moment machst du einen „unbeabsichtigten“ Fehler, weil du nicht auch so ein reiches „Arschloch“ sein willst. Das ganze passiert natürlich nicht bewusst. Dennoch ist es die Wirkung von einem Urteil, das man vor einer langen Zeit mal getroffen hat.

Positive Urteile

Wenn du positive Urteile abgibst, kann das aber auch schlecht sein. Dein neuer Kollege arbeitet hart und hat damit Erfolg. Im Prinzip nichts Schlechtes. Allerdings kann es sein, dass du anfängst, alles was du machst, nach dem Standard zu bewerten, den du bei deinem Kollegen siehst und nicht nach deinem Standard. Es könnte passieren, dass du dich deswegen schlecht fühlst, weil dein Kollege in manchen Dingen besser ist als du. (In diesem Video geht es darum, warum man sich nicht mit anderen vergleichen sollte) Du siehst, Urteile über andere können weitreichende Folgen haben, die man nicht sofort erkennt. Aus diesem Grund gibt es jetzt eine kleine Übung, wie man dieses Verhalten reduzieren kann. Völlig abschalten kann man das nicht, denn es dient auch zu unserer Sicherheit. Das ist z.B. der Moment, wenn uns jemand im ersten Augenblick bedrohlich vorkommt.    

Übung  

Die Übung kann man in 5 Minuten machen aber ich empfehle, nimm dir mindestens 20-30 Minuten Zeit. Glaub mir, die Übung wird dir helfen mit Urteilen besser um zugehen. Notiere dir auf ein Blatt auf, was für negative Beurteilungen du über dich und Andere jemals getroffen hast. Auf ein anderes Blatt schreibst du, was du für positive Bewertungen über dich und Andere getroffen hast. Nun kreuzt du die Urteile an, von denen du denkst, dass sie dich in Zukunft am schwersten negativ beeinflussen könnten. Streiche diese Bewertung aus deinem Kopf. Leichter gesagt als getan. Das erfordert etwas Übung und Ausdauer aber nach ca. 10 Tagen hat man sich daran gewöhnt. Du wirst merken, dass du offener und auch fröhlicher durch die Welt gehst.   Wenn der Artikel für dich nützlich war, vergiss nicht, den Artikel zu teilen, damit deine Freunde auch davon profitieren können. Ich freue mich, wenn du mir berichtest, ob dir die Übungen etwas gebracht haben.


Dario Reis

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