In 5 Minuten die richtigen Entscheidungen treffen

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Entscheidungen treffen

In 5 Minuten die richtigen Entscheidungen treffen

 

Unsere Angst vor Fehlern

Kennst du das, wenn eine Entscheidung ansteht, du stundenlang überlegen musst, evtl. sogar eine Pro- und Contra Liste aufstellst und am Ende bist du doch nicht mit deiner Entscheidung zufrieden?

Mit dem Gefühl der Unzufriedenheit bist du nicht alleine, denn viele Menschen haben Angst sich falsch zu entscheiden oder anders gesagt, Fehler zu machen.

Fehler sind in unserer Gesellschaft schlecht und wir sind darauf fixiert, sie zu vermeiden. Genau das ist ein Grund, warum vielen das Entscheiden schwer fällt. Dabei sollten wir lernen Fehler als etwas Positives zu sehen.

„Ich habe nicht versagt, ich habe nur 10000 Wege gefunden, wie es nicht geht“ – Thomas Eddison

Wir können aus unseren Fehlern lernen und es das nächste Mal besser machen. Denn Erfahrung entsteht nicht zuerst durch Erfolge, sondern durch Fehler aus denen man lernt. Das ist wie beim Schlittschuhlaufen. Man muss erst ein paar Mal hinfallen, bevor man weiß, wie man sich bewegen muss. Anstatt uns auf das Vermeiden von Fehlern zu konzentrieren, sollten wir uns auf das Ziel bzw. das, was wir erreichen wollen fokussieren. Denn man wird in seinem Leben ganz sicher viele Fehler machen. Warum sollte man versuchen, sie nicht zu machen, wenn sie sowieso passieren?

Ich hoffe das hilft etwas, um potentiellen Fehlern den Schrecken zu nehmen. Denn wenn man keine Angst mehr vor Fehlern hat, fällt das Entscheiden schon viel leichter.

Wo dich Entscheidungen hingebracht haben

Überlege dir folgendes: Wo warst du vor 10 Jahren? Wie war deine Situation damals? Was hast du gearbeitet? Was waren deine Hobbys etc. vergleiche das mit heute. Wie hat sich deine Situation verändert, was war für dich damals wichtig, gibt es Dinge, die dir damals wichtig waren und es heute nicht mehr sind? Zum Schluss stell dir vor, wo du in 10 Jahren sein willst.

Was denkst du, hat dich zu diesen verschiedenen Punkten in deinem Leben geführt? Genau Entscheidungen. Ob sie gut oder schlecht waren, sei mal dahin gestellt. Aber durch deine Entscheidungen bist du der Mensch geworden, der du heute bist. Jede Entscheidung egal wie klein sie auch war, hat dich zu diesem Punkt gebracht. Das muss dir klar und immer gegenwärtig sein.

„Wenn du eine Entscheidung treffen sollst und triffst keine, so ist das selbst eine Entscheidung“ – William James

Wenn man sich ein Ziel setzen will, wo man in 10 Jahren sein will, wird meistens vorgeschlagen einen Plan zu machen, der einem dabei helfen soll, sein Ziel zu erreichen. Grobe Pläne sind nützlich, sie geben dir einen Leitfaden. Meiner Meinung nach gibt es eine Herangehensweise die noch besser geeignet ist, deine Ziele zu erreichen.

Erhöhe deine Standards

Damit sind nicht deine Lebensstandards gemeint, sondern das was du von dir erwartest. Als Beispiel kann man nennen: Mehr auf deine Mitmenschen zu achten, immer dein Bestes zu geben, konzentrierter/sorgfältiger zu arbeiten etc. Ebenso überlegst du, welches Verhalten du von dir nicht mehr akzeptierst. Beispielsweise viel Fernsehen, übermäßiger Konsum von Süßigkeiten, Engstirnigkeit usw. schreibe auf, welches Verhalten du zu deinen neuen Standards machen bzw. nicht mehr akzeptieren willst.

Verwechsle Standards nicht mit Zielen, sie sind stärker als Ziele. Es sind sozusagen Prinzipien, nach denen du lebst. Du gleichst deine Lebensweise mit deinen Standards ab. Ein kleines Beispiel dazu: Jemand der sehr viel Wert auf moralisches Verhalten legt, würde nur Fairtrade-Produkte kaufen, weil alles andere nicht seinem Standard entspricht. Er würde nicht einmal auf die Idee kommen Produkte zu kaufen, die nicht fairtrade gehandelt sind. Angenommen dein neuer Standard ist, dich nur noch gesund zu ernähren. Dann wirst du das nächste Mal, wenn dir Fastfood angeboten wird nicht in die Versuchung kommen das Fastfood anzunehmen, weil es gegen deine Standards verstößt.

Was hat das alles damit zu tun, sich leichter zu entscheiden? Vielleicht hast du es schon gemerkt. Im Prinzip sind deine gewählten Standards schon Entscheidungen. Sie sind sozusagen übergeordnete Entscheidungen. Sie sind die Spitze deiner „Entscheidungspyramide“. Nach ihnen richtest du deine anderen Entscheidungen aus.

Vermutlich kennst du den inneren Monolog, indem du dich fragst: „Was will ich eigentlich?“ Ab jetzt fragst du dich: „Entspricht das meinen Standards?“ Je nachdem, wie die Antwort ausfällt entscheidest du dich dafür oder dagegen.

Hinter den Entscheidungen stehen

Wahrscheinlich hast du folgende Sätze schon öfter gehört: „Ich würde gerne…“ oder „Wenn ich mehr Geld hätte dann…“, das sind keine Entscheidungen, sondern ein Ausdruck von Interesse. Wir müssen hinter einer Entscheidung stehen und sie muss kongruent zu uns sein. Das heißt, sie muss zu unseren Werten passen. Nur wenn beides erfüllt ist, fangen wir an etwas zu ändern. Du siehst, hier treten wieder die Standards in Kraft.

Wenn du etwas willst, musst du dein Verlangen so umformen, dass es deinen Standards entspricht.

Entscheiden üben

Sich entscheiden ist eine Fähigkeit. Wie alle Fähigkeiten kann man diese trainieren und besser darin werden. Du hast deine Standards, du musst nur noch lernen, sie in deinem Gehirn mit deinen Entscheidungsmöglichkeiten möglichst schnell abzugleichen.

Am besten fängst du mit kleinen Sachen an, wie z.B: „Esse ich heute Pizza oder Salat?“

Diese Frage gleichst du mit deinen Standards ab. Achtest du auf gesundes Essen oder ist dir das egal? Je nachdem fällt deine Wahl anders aus.

Zusammenfassend

  1. Lege deine Standards fest, nach denen du leben willst.
  2. Lege fest, was du nicht mehr akzeptierst.
  3. Überprüfe, ob du hinter der Entscheidung stehst.
  4. Übe und zwar mit kleinen Entscheidungen.

 

Falls das alles nicht hilft, gibt es noch die „Münzwurfmethode“. Du schreibst Kopf und Zahl die Möglichkeiten zu, die du hast. Dann wirfst du die Münze. Dabei ist es völlig egal, welche Seite fällt. In dem Moment, in dem die Münze in der Luft ist merkst du, welche Seite du dir wünschst. Da hast du deine Entscheidung!

Ich hoffe, der Post hat dir gefallen und du kannst etwas davon mitnehmen. Ich wünsche dir noch einen erfolgreichen Tag und würde mich über ein Kommentar freuen.

Grüße

Unterschrift

P.S. Was machst du um dich schneller zu entscheiden?

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Dario,

    mir gefällt dein Vier-Schritte-Plan. Besonders der Teil mit dem Üben halte ich für entscheidend. Manchmal muss es aber gar nicht so kompliziert sein.

    Es bringt nichts, sich eine halbe Stunde lang darüber Gedanken zu machen, ob ich nun Rotwein oder Weißwein trinken möchte. Für Entscheidungen in dieser Kategorie („Ich mag beides, kann mich nicht entscheiden“) hilft es schon, einfach eine Münze zu werfen. Für den Kauf eines Neuwagens ist dieser Tipp natürlich weniger geeignet.

    Liebe Grüße
    Jonas von Gedankennahrung

  2. Hallo Jonas,

    freut mich, dass es dir gefällt =)

    Das stimmt, bei kleinen Entscheidungen mit geringer Auswirkung auf die Zukunft ist das Münze werfen die bessere und schnellere Alternative.

    Grüße
    Dario

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