Intrinsische Motivation – Die Motivation von Innen

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Glücklicherweise sind Dario und ich via Facebook in Kontakt gekommen und nachdem er einen Blick auf meinen Blog geworfen hatte, bat er mich, einen Gastbeitrag zum Thema „Persönlichkeitsentwicklung“ zu schreiben.

 

Super gerne! Das ist für mich ein ganz spannendes und auch sehr persönliches Thema und als  kreative ehemalige Pädagogin mit Schwerpunkt „Psychologie“ im Studium möchte ich dazu gerne „meinen Senf“ beitragen.

 

Intrinsische Motivation

Da das Feld der Persönlichkeitsentwicklung einfach gigantisch ist, habe ich Dario vorgeschlagen, ich schreibe über eines meiner Lieblingsthemen und zwar die „Intrinsische Motivation!“

 

Intrinsi-was?

Intrinsisch- komisches Wort, ich weiß!

Aber ich verspreche Dir, wenn ich es Dir erst einmal erklärt habe, wirst du es lieben, genauso wie ich!

 

Ganz salopp beschrieben würde ich sagen:

Intrinsische Motivation ist nichts anderes als „der eigene Bock auf etwas, was aus Dir selbst kommt!“ Verstanden?

Fernab von Fremdbestimmung, die jeder von uns in seiner Kindheit, Schullaufbahn und Karriere kennt.

 

Wie man sich die Intrinsische Motivation auf jeden Fall verspielt: 

Intrinsische Motivation wird selten bis gar nicht ausgelöst, bei folgenden Beispielen:

Eine Mutter sagt zu dem Kind: „Räum dein Zimmer auf, sonst bekommst du kein Abendbrot!“

Der Prüfer lässt seine Studenten wissen: „Seien Sie morgen adäquat auf die mündliche Prüfung vorbereitet. Es ist Ihr Leben!“

Der miesgelaunte Chef teilt einem zwischen Tür und Angel mit: „Ich erwarte Ihr Protokoll morgen um Punkt 8h auf meinem Schreibtisch!“

 

Hochmotivierend nicht wahr?

Da setzt man sich doch gerne an den Schreibtisch oder räumt alles auf. Nicht wirklich… denn diese Beispiele lösen nur extrinsische Motivation aus.

Wer solche Sätze hört, verspürt Druck, Angst und weiß, ich muss etwas tun, sonst folgen meist negative Dinge wie Ärger mit der Mutter, eine schlechte Zensur, geringe Karrierechancen oder ein noch stinkigerer Boss und keinerlei Chancen auf die erhoffte Gehaltserhöhung.

 

Wer hat da schon Lust drauf? Ich würde sagen, niemand.

Im Folgenden möchte ich konkreter darauf eingehen, wie intrinsische Motivation aktiviert werden kann. Die Kunst ist es, das Gegenüber zu motivieren, dass es erkennt, die Mühe macht Sinn und bringt einen weiter. Dies ist nicht nur für Arbeitgeber, Lehrer oder in der Partnerschaft interessant!

Es gibt 3 innere Anreize, die intrinsische Motivation „verursachen“:

  1. Neugier und Wissbegierde: Als ganz simples Beispiel ist das Zeitunglesen, weil man wissen WILL, was passiert ist. Ich persönlich liebe es, mich ständig weiter zu entwickeln. Insofern spielt die Neugier auf neue Skills eine Riesenrolle. Ein weiteres Beispiel aus meinem persönlichen Leben wäre: Ich möchte mein Englisch verbessern, damit sich mein Wortschatz vergrößert, ich noch mehr internationale Leute kennen lernen kann und mir mehr englischsprachiges Wissen zur Verfügung steht.
  2. Der Emotionale Gewinn spielt ebenso eine große Rolle: Nehmen wir zum Beispiel „Sport“. Die meisten Menschen betreiben Sport, weil sie sich dabei sehr gut fühlen und Stress abbauen (Emotionaler Gewinn). Hierbei werden auch „latente Bedürfnisse“ geweckt, die diese Handlung langfristig einhergehend begleiten, wie „Ich möchte mithilfe des Sports langfristig meine Fitness steigern, gesund sein und fit aussehen.“
  3. Nicht zu verachten ist auch die dritte Komponente – Die Erfolgserwartung. Zum Beispiel lernt man für eine Prüfung, weil man mit einer guten Note bestehen und sich beweisen will. Wenn jemand davon überzeugt ist, dass seine Entscheidungen und Handlungen Erfolg versprechen, wird er sehr stark motiviert sein und die Handlungen gern ausführen. Ein gutes Beispiel ist dabei der Führerschein: Ziel und Motivation sind dabei selbständig und mobil sein, schneller von A nach B zu kommen und an dem „erwachsenen Berufsleben“ teilnehmen zu können. Auto Fahren ist heute eine wichtige Grundfertigkeit, die meistens zur Selbstverständlichkeit unserer Gesellschaft dazu gehört und oft zwingend nötig für den Arbeitgeber ist.

 

Man kann die Intrinsische Motivation sogar selbst positiv beeinflussen

Wichtig ist, dass der Mensch nicht nur aufgrund einer möglichen Belohnung oder einer drohenden Sanktion handelt. Er muss dabei verstehen, welchen eigenen Nutzen und Gewinn er daraus erzielen kann. In meinem Studium und den langen Prüfungsphasen habe ich mir damals ein eigenes Belohnungssystem aufgebaut. Das hat mich sehr motiviert und half immens dabei, den langen Prüfungsmarathon erfolgreich zu bestehen. Ich habe damals die Devise gehabt: Ich lerne von 11- 18h und danach belohne ich mich mit etwas positiven wie: Ich date meinen Freund, wir gehen heute Abend ins Kino, am Wochenende kaufe ich mir das chices Oberteil aus der Boutique etc. Das muss nicht für jeden das Richtige sein und ist individuell veränderbar.

Generell kann man aber sagen:

Wenn man bedeutsame, ganzheitliche und abwechslungsreiche Aufgaben und dabei eine gute Balance zwischen Förderung, Forderung und Nicht-Über-oder- Unterforderung hat, kann sich das sehr erfolgreich und positiv auf die eigene Motivation auswirken. Je höher der eigene Entscheidungsfreiraum und der Einbezug der eigenen Meinung bei Entscheidungen sind, desto zufriedener ist der Mensch- egal ob es sich auf das Arbeitsumfeld, in der Familie oder in der Partnerschaft handelt.

 

Bei der intrinsischen Motivation spielt auch der Sinn und Wertschätzung eine große Rolle:
Nur wenn man den Sinn einer Sache erkennt und sie als eine schaffbare Herausforderung ansieht, wird man am Ball bleiben, weil man es WILL!

Ein großes Plus ist dabei die Wertschätzung anderer Menschen. Sie sorgt dafür, dass man sich weiterhin diesen Tätigkeiten widmet.

 

Aus meiner 10 jährigen Berufserfahrung als Lehrerin sind Schüler generell immer gern bereit, eine Aufgabe zu erfüllen, wenn es ein Angebotsspektrum mit ansprechenden vielfältigen Angeboten gibt, aus denen sie wählen dürfen bzw. wenn sie wissen, ich als Lehrerin lobe die bereits vorhandenen Fähigkeiten und helfe dabei, dass sie sich in ihrer Entwicklung weiterhin positiv entwickeln. Also ohne ausschließliches Defizitdenken, sondern aufbauendes „Das kannst du schon, das nächste lernst du mit Leichtigkeit“- Attitüde.

 

Im Beispiel des Berufslebens wird man wohl eher bei seinem Arbeitsplatz bleiben, wenn man sich wohlfühlt, mitentscheiden darf, eine gewisse kreative Freiheit hat und auch oft lobende Worte hört. Erwachsene sind da nicht anders als Kinder. Lob hören wir doch alle gern, meistens wird mit dieser „Ressource“ meiner Meinung nach zu sehr gespart.

 

Oder in einer Partnerschaft bleibt man eher, wenn man eine gute Balance findet zwischen Paar-Identität und Ich-Identität, bei welchem jeder als Individuum seine Freiheiten hat und man auf Augenhöhe ein Team ohne Hierarchien bildet. Wenn man darüber hinaus noch dieselben Interessen pflegt und das Gefühl hat, man fühlt sich in allen Facetten angenommen, ist das auch sehr förderlich.

 

Ich hoffe, Du findest auch deine Intrinsische Motivation.

In diesem Sinne,

Deine Christin D. Cameron

Mehr über mich und Persönlichkeitsentwicklung findest Du auf meiner Seiter 14483953_705636512918477_690754812_n                                                    Hi, ich bin Chris, Mein Schaffensmotto ist: Sei wie ein Pokemon! Weiterentwickeln ist immer gut! Als Verfechterin des „Positiven Mindsets“ setze ich mich mit meinem multikulti Background, Persönlichkeitsentwicklung und innovativen Ideen auseinander.

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