Richte dein Leben neu aus | Mit Katharina Tempel von Glücksdetektiv

4
660
Glücksdetektiv

Heute habe ich ein interessantes Interview für dich im Angebot mit Katharina Tempel von Glücksdetketiv.

1.Freut mich, dass du da bist. Erklär doch mal, was du beruflich machst.

Ich unterstütze Menschen dabei glücklicher und zufriedener zu werden. Im Internet kennt man mich als Glücksdetektiv und da bin ich auf verschiedenen Kanälen vertreten. Ich habe einen eigenen Blog, biete Email-Coaching an und habe einen eigenen YouTube Kanal. Diese Ressourcen sollen dir helfen, dein bestes und schönstes Leben zu führen.

 

2.Wie bist du dazu gekommen, das zu machen?

Das war ein längerer Weg. Es gab nicht diesen Moment in dem ich gedacht habe, ich will Glücksdetektiv werden. Es fing alles mit meiner Leidenschaft für das Thema an. Ich habe ein Buch über die positive Psychologie/Glücksforschung geschenkt bekommen. Es ging darum, glücklicher zu werden und so habe ich dann in dem Bereich promoviert. Kurz darauf ist die Idee entstanden einen Blog zu gründen, um die Menschen zu informieren, wie wir besser leben können.

 

3. Du hast zu dem Zeitpunkt also schon Psychologie studiert?

Ich war schon Diplom Psychologin und war schon längere Zeit berufstätig. Ich hatte sogar Aufstiegschancen, habe aber für mich gemerkt, dass ich diesen Weg gar nicht gehen will. Zu diesem Zeitpunkt habe ich das erste Mal überlegt, wie ich leben möchte, was ich besonders gut kann und womit ich meine Zeit verbringen will. So habe ich dann meinen Job gekündigt und mein Leben nochmal komplett umgekrempelt.

 

4. Was für Schwierigkeiten hattest du denn da? Hat dich deine Familie kritisiert, oder hattest du auch technische Probleme?

Es gab viele Schwierigkeiten vor allem aus der Familie und dem engeren Freundeskreis, die die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen haben und gefragt haben: „Was machst du denn?! Du wirfst dein Leben weg.“ Weil es gute Aussichten gab und die Beförderung im Raum stand. Das war am Anfang schwierig, anderen zu erklären, dass ich andere Prioritäten habe. Das hat zur Folge gehabt, dass ich mich von manchen distanziert habe, weil es einfach ermüdend war, immer wieder gegen die gleichen Widerstände anzukämpfen. Natürlich hatte ich auch eigene Sorgen und Ängste und habe mich gefragt, ob das überhaupt das Richtige für mich ist und ob ich das schaffe. Da hat man natürlich mit vielen Selbstzweifeln zu kämpfen.

 

5. Wann hast du dich zu diesem Umbruch entschlossen?

Das war vor 6 Jahren.

 

6. Waren die Selbstzweifel oder etwas anderes für dich die größte Herausforderung?

Ich würde sage, das waren die Selbstzweifel. Ich habe Sorgen und Zweifel, B. ob ich mich Finanzieren kann. Denn ich hatte meinen Job gekündigt und nichts Neues. Auch mit meiner Promotion. Ich hatte zwar die Idee, aber ich musste mich um die Finanzierung und einen Doktorvater kümmern. Das ist alles machbar, führt einen auf neue ungewohnte Wege, wo man dann überlegt, ob man das gerade richtig macht.

7. Wie hast du es geschafft die Selbstzweifel zu überwinden?

Mir hat es geholfen, alle meine Sorgen und Selbstzweifel aufzuschreiben. Das waren vier DIN A4 Seiten mit Sorgen wie: „Das schaffst du nicht“, „Du bist nicht gut genug“, „Du kannst dich nicht finanzieren“ oder „Wenn dein Vorhaben nicht klappt, wirst du nie wieder einen Job finden.“

Bei jeder Sorge habe ich überlegt: „Macht das Sinn?“ „Ist das eine realistische Sorge“, weil wir dazu neigen uns Katastrophen-Szenarien auszumalen, die so dann nie eintreffen werden. Dann habe ich überlegt, wenn ja, was kann ich dagegen tun und habe mir konkrete Pläne überlegt, wie ich mit diesen Situationen umgehen kann. Danach waren die Sorgen für mich weg. Ich habe mich einmal mit ihnen beschäftigt. Dann wusste ich genau, wie ich mit ihnen umgehen musste.

 

8. Also hast du dich auch an die Pläne gehalten?

Im Wesentlichen schon, es ist ja so, dass in einem halben Jahr die Welt wieder ganz anders aussieht und man flexibel bleiben soll. Aber mein Handlungsplan war wichtig für mich und hat mir bewiesen, dass ich nicht naiv oder blauäugig bin und mein Leben wegwerfe. Das hat mir auch geholfen, wenn mir andere gesagt haben, dass das doch naiv ist und ich nicht einfach alles wegwerfen und neustarten kann.

 

9. Weißt du noch, welche von den aufgeschriebenen Ängsten dann wirklich eingetroffen sind?

Es hat funktioniert, im Grunde sind keine Ängste wahr geworden. Ich habe einen Doktorvater gefunden, habe meine Doktorarbeit vor drei Monaten abgegeben und kann von dem Glücksdetektiv jetzt leben. Also alles ist gut geworden.

 

10. Was ist die wichtigste Lektion die du in deinem Leben bis jetzt gelernt hast?

Ich würde sagen, dass es nie zu spät ist, sein Leben zu ändern. Das klingt vielleicht komisch, aber ich habe den Schritt mit 25 gemacht und war schon mehrere Jahre berufstätig. Das mögen viele als jung erachten. Aber ich begegne vielen Lesern und Zuschauern, die 22 oder 18 sind und Angst haben, ihr Leben neu auszurichten.
Ich sage, du kannst es zu jeder Zeit neu ausrichten. Nur weil du ein bestimmtes Alter oder eine bestimmte Prestige erreicht hast, heißt das nicht, dass du nicht trotzdem die Möglichkeit hast etwas komplett anderes zu machen.
Oft ist das auch gar nicht nötig. Ich habe letztendlich auch noch was mit Psychologie zu tun. Oft kann es nur eine kleine Veränderung sein. Es muss nicht die große Veränderung wie eine Kündigung sein. Einfach das Wissen zu haben, es muss nicht so bleiben, wie es ist. Wenn du jetzt unzufrieden bist und dich Dinge belasten und du was Neues wagen willst, dann mach es! Es kann besser werden, wir können glücklicher werden und wir können nach unseren Werten leben. Man sollte sich nicht so von diesen Glaubenssätzen einschränken lassen.

 

11. Was empfiehlst du anderen, die etwas ändern wollen. Wo sollen die anfangen?

Am besten bei sich selbst. Indem man sich bewusst mit sich auseinandersetzt. In dem man sich die Fragen stellt, die man eigentlich nicht beantworten will. Wo wir uns gerne ablenken, um uns gerade damit nicht auseinandersetzen zu müssen. Aber wenn du ein Leben nach eigenem Standard führen willst, dann musst du wissen, was ist mein eigener Standard, was mag ich, was ist mir wichtig, was macht mir Freude, was kann ich gut, wo bekomme ich viel Energie? Wie soll mein Leben aussehen? Ist das, was ich jetzt mache, gut für mich? Möchte ich eigentlich was anderes machen? Wenn ja, weiß ich vielleicht sogar, was das Andere ist? An diesen Fragen kommt man nicht dran vorbei, wenn man sein Leben neu ausrichten will.

 

Danke für diesen wertvollen Tipp! Das war es auch schon mit dem Interview. Hat mich gefreut, dass du da warst.

Vielen Dank für die Einladung.

 

Ich wünsche dir noch viel Erfolg bei der Verteidigung deiner Doktorarbeit.

Dankeschön

 

Ich hoffe, du findest dieses Interview nützlich und du hast etwas für dich mitgenommen. Wenn ja, lass es uns in den Kommentaren wissen.
Falls du mehr von Katharina wissen willst, kannst du dich auf ihrer Seite kostenlos zu ihrem eMail-Kurs „Aufbruch ins Glück“ anmelden.

Dario Reis

4 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für das interessante Interview. Es war spannend mal wieder einen Blick zurück zu werfen. V.a. hat es mir gezeigt, dass ich jetzt tatsächlich dort bin, wo ich hin wollte. Ein super schönes Gefühl 🙂

    Liebe Grüße an dich Dario und all deine Leser,
    Katharina

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here