Warum Selbstgespräche deinem Erfolg auf die Sprünge helfen können

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Wenn jemand deutlich hörbar in der Öffentlichkeit mit sich selbst spricht, oder vor sich hin murmelt, wirkt das befremdlich auf uns. Dabei sind Selbstgespräche in einem gewissen Maß überhaupt nichts Schlechtes. Im Gegenteil, laut neusten Studien führen wir ca. 10000-12000 Gespräche mit unserem inneren Ich.

Diese beiläufigen Dialoge, die wir in den seltensten Fällen bewusst mitkriegen, haben einen enormen Einfluss auf unser Verhalten. Denn Selbstgespräche spiegeln oft wieder, wie wir uns selbst sehen.

 

Der negative Einfluss von Selbstgesprächen

Du kennst sicherlich von anderen oder vielleicht sogar von dir, dass du bei einem Missgeschick sagst: „Das habe ich mal wieder toll hingekriegt.“ oder „ Ich bin so dumm.“
Das wirkt zuerst nicht besonders schlimm, aber es zeigt, dass du dich selbst in bestimmten Situationen als ungeschickt oder dumm siehst. Folglich schwingt dieser Gedanke immer mit, wenn du dich in solch einer Situation befindest. Ob dir das bewusst ist oder nicht, spielt keine Rolle. Es beeinflusst dein Handeln und auch dein Verhalten. Wenn du also unsicher in einer Situation bist und dir selbst auch noch sagst, dass du ungeschickt bist, wirst du unsicher handeln und somit auch nicht so gute Ergebnisse erzielen.
Noch dazu wirst du diese Unsicherheit nach außen zeigen und andere Leute können das sehen.

Wenn also negative Selbstgespräche dich runterziehen, können dich positive Selbstgespräche ermutigen? Ja, das können sie. Du kannst dir selbst Mut zusprechen oder sagen, dass du schon schwierigeres gemeistert hast oder dich einfach mal selbst loben

Es gibt sogar eine erstaunliche Studie dazu, die ich erst vor kurzem gefunden habe. Es geht darum, wie man Selbstgespräche möglichst optimal nutzt, um seine Performance zu steigern.

 

Nutze Selbstgespräche

Probanden wurden dazu eingeladen in fünf Minuten zu erklären, warum sie für ihren Traumjob geeignet sind. Um die Probanden etwas unter Druck zu setzen, sollten sie ihr Gespräch nicht nur vor den Forschern halten, sondern auch vor vielen Personalverantwortlichen. Zusätzlich hatten die Probanden nur fünf Minuten Zeit, um sich vorzubereiten.
Allen wurde gesagt, dass sie mit Selbstgesprächen ihren Stress reflektieren sollten. Aber der einen Gruppe wurde gesagt, dass sie die Ich-Form nehmen sollten: „Ich bin gestresst, aber ich bekomme das hin“ und die andere Gruppe sollte die dritte Person nehmen: „[Eigener Name] ist gestresst, aber [Eigener Name] schafft das.“

Die Personen in der zweiten Gruppe klingen danach, als ob sie einen Dachschaden hätten. Doch der Erfolg gibt ihnen Recht. Die Leute aus der zweiten Gruppe waren tatsächlich entspannter UND schnitten besser ab.

 

Warum ist das so?

Durch die dritte Person wird Distanz aufgebaut und du entfernst dich so von deinem Problem. Du kannst es aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Du kennst das bestimmt schon, wenn du einen Freund um Rat fragst. Manchmal ist der Ratschlag so einfach und logisch, dass du dich fragst, warum du nicht selbst darauf gekommen bist. Ganz einfach aus dem Grund, weil du zu nahe an dem Problem dran warst und den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr gesehen hast.

 

 

Effektive Selbstgespräche

 

Zum Abschluss habe ich noch ein paar Tipps parat, wie du am besten Selbstgespräche führen solltest:

1. Vermeide negative Monologe wie: „Das schaffe ich nicht“ oder „Ich bin nicht gut genug“
2. Lasse dir Zeit: Wenn du eine schwierige Entscheidung zu treffen hast, diskutiere das mit allen Vor- und Nachteilen in der dritten Person aus.
3. Nicht pauschalisieren: „Das habe ich mal wieder toll hingekriegt“ wie schon oben beschrieben sind Pauschalisierungen klasse dafür geeignet, wenn du dich runterziehen willst. Also lass es!

Wie sehen deine Selbstgespräche aus? Achtest du darauf, wie du mit dir sprichst?

Dario Reis

 

 

 

 

 

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