Interview mit Thomas Mangold

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Thomas Mangold Interview

Heute gibt es von mir keinen Artikel, sondern ein Interview mit Thomas Mangold, von selbst-management.bizThomas schreibt auf seiner Seite über Selbstmanagement und bietet dort diverse Kurse an. Viel Spaß beim Lesen.   

Was machst du beruflich?

Beruflich bin ich Autor, Speaker und Blogger mehr oder weniger. Ich schreibe Bücher, blogge auf meinem Blog und versuche anhand von Videokursen und Seminaren Menschen für das Thema Selbstmanagement wach zu rütteln und ihr Selbstmanagement zu verbessern. Mein großes Ziel ist, dass die Leute mehr Zeit für die wirklich wichtigen Dinge im Leben haben. Meine Vision ist, das bei so möglichst vielen Menschen, wie möglich zu schaffen.

 

Wie bist du zu dem Beruf gekommen?

Mit dem Thema Selbstmanagement habe ich mich schon in meiner Jugend beschäftigt. Ich habe Bücher darüber gelesen und im Studium hat sich das vermehrt. Als ich dann meinen Beruf hatte, hat sich das etwas verringert, ist aber sehr bald wieder gekommen. Es ist ein Thema, bei dem ich sehr gerne selbst experimentiere und Tools, Apps, die immer mehr auf den Markt kommen, teste. Dann habe ich mir gedacht: „Warum schreibst du nicht drüber?“. Daraus sind dann der Blog und meine Bücher entstanden. Das Schreiben macht mir heute noch genauso viel Spaß, wie früher und ist ein tolle Sache.

 

Mit was für Schwierigkeiten musstest du kämpfen auf dem Weg zu deinem eigenen und beruflichen Erfolg?

Der Selbstmanagement Blog ist mein dritter Blog. Ich hatte zuvor zwei Blogs, die nicht so gut gegangen sind. Der eine war ein Blog für Fußballtrainer, weil ich zu der Zeit selber Fußballtrainer war und dann einen Mischblog, den es nicht mehr gibt. Obwohl das Thema Selbstmanagement immer für mich präsent war, habe ich etwas suchen müssen. Es ist mir nie wirklich bewusst geworden. Ich habe das immer nur für mich benutzt. Die Idee darüber zu schreiben, ist eigentlich erst vor drei, vier Jahren gekommen.

Es gab natürlich immer mal wieder technische Probleme. Es funktioniert nicht immer so, wie man es gerne möchte. Das größte „Learning“ war das Dran bleiben. Ich habe immer gerne geschrieben und mir gedacht, dass der Erfolg irgendwann kommen wird und mit dem Selbstmanagement hat es geklappt. Warum ich nicht gleich da drauf gekommen bin weiß ich nicht. Man sieht halt manchmal den Wald vor lauter Bäumen nicht. Das Dran bleiben und der Spaß am Schreiben haben dafür gesorgt, dass sich die Frage nie gestellt hat, ob ich aufhöre mit dem Schreiben.

 

Der Erfolg ist also nicht sofort gekommen?

Nein, wobei die ursprüngliche Idee vom Bloggen war nicht die Idee damit Geld zu verdienen, sondern aus Spaß. Das ist eventuell ein Unterschied zu vielen, die das heute machen. Das hat mir glaube ich ganz gut getan. Das Geld verdienen hat sich erst langsam entwickelt. Immer mehr, am Anfang natürlich gar nichts und jetzt ist es immer mehr geworden, was mich natürlich freut.

 

Was hast du gemacht, um Schwierigkeiten zu überwinden?

Zum Einen eben das Dran bleiben und zum Anderen, das stetige Fortbilden. Ich habe viel Geld in Seminare und Videokurse gesteckt. Ich denke die zwei Dinge, das dran bleiben und das Fortbilden, haben mich durch die größten Schwierigkeiten gelotst.

 

Was ist die wichtigste Lektion, die du bis jetzt gelernt hast?

Neue Dinge auszuprobieren bzw. zu trauen. Wenn man sich auf Facebook traut und dort postet, muss man auch mit Kritik umgehen können. Das muss man sich erstmal trauen.

Das andere ist, die Dinge schnell anzugehen und umzusetzen. Das ist eine Stärke von mir. Wenn es etwas Neues auf dem Markt gibt, dann muss ich das haben und es ausprobieren.

 

Wie gehst du mit Kritik um?

Ich komme aus dem  Fußballtrainer- Bereich und da ist man Kritik gewohnt. Ich finde, man muss zwischen zwei Arten von Kritik unterscheiden. Die Eine ist eine bösartige, um den Menschen zu schaden. Da hat mir der Fußball geholfen und mich gelehrt, dass mich das kalt lassen muss.

Die andere Kritik ist die, die sinnvoll ist, von der man lernen kann. Die nehme ich auch gerne an. Man muss sich die Kritik anhören und darauf reagieren. Ob man es umsetzt oder nicht, muss man selbst entscheiden.  Alles andere versuche ich dann auszublenden. Immer funktioniert das natürlich nicht und man ärgert sich trotzdem. Gerade bei Dingen, die anonym im Netz passieren. Das hat man nicht in der eigenen Hand. Damit muss man sich leider abfinden.

 

Was empfiehlst  du anderen, um ihren eigenen Weg zu gehen, so wie du das gemacht hast?

Ich würde zuerst schauen, was wirklich meine Leidenschaft ist. Gerade in dem Online-Marketing Bereich, wird viel zu sehr gelehrt, dass du schauen musst, was sich am besten zu Geld machen lässt. Das darf nicht der erste Schritt sein. Dass Allerwichtigste ist, dass man sich fragt, ob das einem noch in 5, 10, 20 Jahren Spaß macht. Was mir noch was genützt hat, war der Blick in mein Buchregal. Fünfzig Prozent der Bücher waren über Selbst- und Zeitmanagement. Da war dann klar, dass ich mich Jahre davor schon damit beschäftigt habe und das auch noch in 20 Jahren machen werde.

Also zuerst anschauen, was interessiert mich und  dann überlegen, ob es genug Leute gibt, die das interessiert. Denn irgendwie, muss man Geld machen. Grundsätzlich würde ich sagen, je nischiger, desto besser. Ich würde, wenn ich heute nochmal anfangen müsste, meinen Blog noch nischiger gestalten. Meinetwegen für Angestellte im Hamsterrad oder so etwas.

Wenn du das alles überprüft hast, solltest du mit dem Medium loslegen, was dir am meisten Spaß macht. Egal ob das Youtube, Podcasten oder das Schreiben ist. Dann einfach loslegen, nicht viel Zeit verlegen und einfach learning by doing.

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