Gewöhne dich an das Unangenehme

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Unangenehm

Gewöhne dich an das Unangenehme

An das Unangenehme gewöhnen? Warum denn das, sollte ich nicht eher das Unangenehme vermeiden? Wir versuchen täglich Situationen aus dem Weg zu gehen, die wir nicht mögen, weil sie uns viel Energie kosten, anstrengend sind oder viel Mut von uns verlangen. Die Energie die wir manchmal aufwenden um solche Aktionen zu vermeiden, ist echt bemerkenswert. Ausreden, Arztatteste und ständiges Termine verschieben sind nur Beispiele von den Dingen, die uns einfallen, um einer Sache aus dem Weg zu gehen. Da fragt man sich als Außenstehender oft, ob es nicht einfacher ist, die Sache hinter sich zu bringen. Obwohl wir bei anderen sehen, was das für Probleme mit sich bringen kann, sind wir selber nicht besser.

Unangenehme Situationen lauern überall

Unangenehme Situationen können Präsentationen in der Uni/Schule, Gehaltsverhandlungen mit dem Chef, vor einem Publikum sprechen oder ein Arztbesuch sein. Oft schieben wir diese Sachen vor uns her, obwohl wir wissen, dass wir früher oder später sowieso da durch müssen. Es bringt uns nichts, davor weg zu laufen. Trotzdem machen wir es.

Siehe es positiv

Die meisten Dinge, die uns unangenehm sind, haben eine Gemeinsamkeit. Sie fordern uns heraus. Wir müssen etwas machen, was wir nicht mögen und worin wir vermutlich nicht gut sind. Deswegen vermeiden wir sie. Weil sie uns stressen oder wir Angst haben, uns zu blamieren.

Dass wir in etwas nicht gut sind liegt nicht daran, dass wir durch irgendeinen Zufall für immer dazu verbannt sind z.B schlecht in Präsentationen zu sein. Das liegt daran, dass wir die Situationen immer gemieden haben. Deswegen haben wir keine Übung darin. Deshalb werden wir auch nicht besser und bleiben auf demselben Level. Wenn wir dann aber in so eine Situation geworfen werden kommt unsere Angst noch dazu und wir sind überfordert. -> Wir versuchen davon zu rennen.

Siehe es als Möglichkeit

Wenn uns etwas Unangenehmes bevorsteht hast du zwei Möglichkeiten.

  1. Du kannst weiter Angst haben und dich in die unangenehme Aufgabe hineinsteigern
  2. Du nimmst es als Chance wahr, indem dir die Möglichkeit gegeben wird, dich in etwas zu verbessern und eine Schwäche auszumerzen oder sogar zu einer Stärke zu machen

Die zweite Möglichkeit ist meiner Meinung nach die bessere Wahl. Ich sehe das nur noch so. Wann immer ich etwas tun muss, was ich lieber nicht tun will, nehme ich diesen Widerstand als Zeichen wahr. Dieser Widerstand gibt mir den Impuls loszulegen. Ich freue mich mittlerweile darüber, wenn mir etwas unangenehm ist. Denn ich weiß, dass ich danach besser sein werde. Wenn man sich lange genug diesem Gefühl stellt wird man auch immer besser. Wenn dir Präsentationen unangenehm sind, bist du spätestens bei der 20. extrem relaxt und routiniert.   Hat der Artikel dich zum Nachdenken angeregt.

Ich würde mich über ein Kommentar freuen.

Liebe Grüße

Dario

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