Jeder hat eine ehrliche Chance verdient (Gastbeitrag)

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Silencio.net

Heute gibt es eine kleine Premiere bei mir. Denn Ann-Sophie von silencio.net hat mich gefragt, ob sie einen Gastbeitrag bei mir veröffentlichen kann.

Viel Spaß beim lesen.

Jeder hat eine ehrliche Chance verdient

Jeder hat in seinem Leben bestimmt schon Chancen verpasst, und sich auch schon welche geschaffen. Und jeder hat sich schon gedacht, gespürt, oder gehofft, dass ein anderer eine zweite, eine dritte, oder wievielte Chance auch immer verdient hat.

Wir machen nun mal manchmal blöde Sachen, und davor ist keiner gefeit, und dann brauchen wir eine neue Chance. Wir können sie ihm geben, oder verweigern, Tatsache bleibt, dass er sie in irgendeiner Form verdient hat, auch wenn es uns zu schwer fällt sie ihm zu geben.

Denn natürlich sind manche Dinge so schlimm, dass sie unverzeihlich scheinen, vor allem wenn das, was derjenige getan hat, uns wehgetan hat. Egal in welcher Dimension das ist. Wichtig ist, dass anzuerkennen und festzustellen, weil vorher Verzeihen und Entschuldigen, unmöglich ist.

Zumindest ich bin der Ansicht, dass wir oft zu schnell Entschuldigung sagen, und versuchen zu vergessen, was passiert ist. Wenn der andere es annimmt, weil sein Verstand es will, und auch vergessen will, weil der andere ihm vielleicht wichtig ist, es aber noch zu früh für sein Gefühl ist, bleibt es immer irgendwo zwischen beiden stehen.

Vielleicht kennst du das auch, dass du mal eine Entschuldigung, die gerechtfertigt war, angenommen hast, danach aber irgendwie trotzdem noch ein doofes Gefühl geblieben ist? Der Verstand wischt es mit der Zeit irgendwie weg, weil er ja Recht damit hat, dass der andere sich nur entschuldigen kann. Was soll er denn sonst tun?

Vor allem reicht eine Entschuldigung meistens vollkommen aus, wenn sie ehrlich gemeint, und auch ehrlich angenommen wird.

Oftmals sind wir dafür nämlich auch einfach zu stolz. Wir sind zu stolz uns zu entschuldigen, oder wir machen es halbherzig, weil wir insgeheim denken, dass wir auch Recht hatten. Haben wir ja meistens auch in irgendeiner Form, weil wir davon ausgehen können, dass niemand aus Böswilligkeit handelt um anderen zu schaden, sondern um sich Gutes zu tun.

Oft denken wir dann allerdings, dass der andere etwas ‚gut zu machen’ hat, und damit stellen wir ein meiner Ansicht nach, ungutes Ungleichgewicht zwischen beiden her. Der eine steht dann immer in der Schuld, und der andere über ihm. Das ist in Kürze der Worte und Sätze natürlich drastisch überspitzt, um das Prinzip darzustellen, nach dem wir unbewusst, oder manchmal vielleicht auch bewusst, handeln.

Wir verweigern uns dem anderen, weil entweder unser Gefühl einfach mehr Zeit braucht als wir ihm zugestehen wollen, oder weil unser Verstand uns Querschießt. Unser Verstand hat dann eine ganze Reihe von Argumenten, die uns dazu zwingen sollen ‚vernünftig’ zu handeln, und vernünftig bedeutet dabei oftmals, entgegen unserem Gefühl.

Wenn wir davon ausgehen, dass unser Gefühl besser weiß was für uns richtig ist, wird der Gedanke nach dem wir in dem Fall handeln, plötzlich alles andere als vernünftig, weil wir versuchen mit dem Verstand unser Herz zu dominieren. Mal ehrlich, dass klingt doch schon schrecklich, und irgendwie unmenschlich?

Kann das jemand absichtlich tun wollen? Vielleicht aus Vernunftsgründen und damit im Endeffekt für Geld, Macht, oder Luxus? Meistens sind ja dass die Gründe, für die wir unsere Werte, und damit uns, verbiegen. Wobei dass meiner Ansicht nach unnötig ist, denn wenn deine Werte nun mal diese Dinge beinhalten, weil sie dir wichtig sind, kannst du auch danach leben, ohne dich zu verbiegen.

Meist geht es ja einfach darum, zu wissen wo die Werte im Leben liegen, und was uns persönlich wichtig ist. Manchmal wissen wir das weniger gut als wir meinen. Wir leben ein Leben, nach Werten und Meinungen von anderen, von unserem Umfeld, ohne es zu merken, und merken das eigentlich nur daran, dass wir Dinge tun müssen, an denen wir uns in irgendeiner Art stören.

Das beginnt eben mit Dingen, die wir für andere machen, obwohl es für unser Gefühl eigentlich zu viel ist, und geht dann eben weiter bis hin zu Dingen, die unser Verstand für wichtiger empfindet als unser Gefühl.

Wo lässt du deinen Verstand die Oberhand über dein Herz nehmen? Oder noch viel besser- wann hast du mit deinem Herz den Weg bestimmt, wo dein Verstand ganz anderer Meinung war, und vor allem damit Recht behalten? Jeder hatte bestimmt auch schon solche Momente in seinem Leben, nur vergessen wir die oft, und vergessen damit auch das Vertrauen und die Gewissheit in uns selbst, wenn es darauf ankommt, mal wieder darauf zu hören.

Und wenn es uns gelingt, diese Momente präsent zu halten, gelingt es uns auch, das Herz dauerhaft wichtiger zu nehmen als den Verstand.

Zur Autorin:


Hi, ich bin Ann-Sophie. Ich habe in einer Zeit in denen mich viele Schicksalsschläge gleichzeitig getroffen haben begonnen Möglichkeiten zu suchen jeden Moment zum Besten zu machen. Auf Silentio.net schreibe ich über Wege und Ideen dass volle Potential von dir selbst und vom Leben auszuschöpfen und ich glaube oftmals erreichen wir hier Mehr über ein Weniger.AIMG_5280[/vc_column_text]

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